Kelim

Kelim oder auch Kilim ist das türkische Wort für Teppich und damit ist ein traditioneller handgewebter Nomadenteppich gemeint. Die Besonderheit eines Kelims besteht darin, dass der Schussfaden auf beiden Seiten des Teppichs das Muster bildet. Egal, wo man sich im Orient befindet, jeder dort weiß, wie diese Teppichart aussieht: Ein Kelim ist ein flach gewebter Teppich. Er wird seit Jahrzehnten von den Frauen der Nomaden an kleinen Webstühlen hergestellt. Doch die kleinen festen Gewebe werden nicht nur als Bodenbelag benutzt, sondern auch als Sitzmatte oder Wandschmuck. Schafe liefern die Wolle für den Kelim-Teppich, die mit Mineralien und Pflanzen der Umgebung eingefärbt wird – das erklärt die wunderschöne Farbgebung der traditionellen Nomadenteppiche. Auch die Motive und Muster, die sich auf den Teppichen befinden sind Abbilder der natürlichen Umgebung wie zum Beispiel Tiere und Pflanzen. Aber auch Emotionen werden Anhang der Musterung widergespiegelt.
Dieser Teppich ist einer der bekanntesten Flachgewebeteppiche.

Kelim-Kult

Der Kelim ist Kult und zwar aus folgenden Gründen: Die Farben und Muster dieses Teppichs sind Teil des modernen und sehr beliebten Ethno-Looks. Er lässt sich ganz wunderbar mit anderen Stücken dieses verbreiteten Wohntrends kombinieren.
Die kunstvollen und handgewebten Kelim-Teppiche bestechen das Auge mit seinen leichten und farbenfrohen Linien und Mustern. Er bringt eine moderne und harmonische Farbgebung in Euer Wohnambiente hinein. Wenn Ihr Euch für einen Kelim-Teppich entscheidet, dann holt ihr Euch, egal ob auf dem Boden liegend oder an der Wand angebracht, eine orientalische Atmosphäre nach Hause.

Kelim-Arten

Bei dieser Teppichart existieren Unterschiede in der Machart und auch in der Fertigung. In Indien werden Kelims in Heimarbeit von Familien in großen Stückzahlen produziert. Diese Teppiche werden in Handarbeit mit immer fast identischen Mustern hergestellt und überzeugen mit einer gleichbleibend hohen Qualität. Die Musterung des Kelims entsteht immer durch das farbige Schussmaterial.
Mittlerweile gibt es eine große Vielfalt an Kelim-Teppichen, die sich in viele Einrichtungsstile integrieren lassen: Von schlicht modern bis hin zu ländlich und traditionell.

Die Herkunft

Die Herstellung dieser Teppiche beruht auf einer jahrhundertealten Tradition und ist insbesondere im Kaukasusgebiet, im Iran, in Kleinasien und auf dem Balkan beheimatet. Woher er stammt erkennt man an den Farben und Mustern – ihrer Herkunft entsprechend variieren die Eigenschaften dieser Teppiche. Ein solcher Teppich aus dem Iran sieht anders aus als ein Kelim aus Marokko: Auch wer kein Fachmann ist, kann die Landestypischen Leim-Muster richtig zuordnen. Aber schon allein im Iran gibt es so viele Provinzen, deren Stämme die Kelims in jeweils unterschiedlichen Farben und Mustern weben, dass man die genaue Herkunft nicht immer genau bestimmen kann.

Usertipp: Durch die Einfärbung lediglich mit Naturmaterialien sind diese Flachgewebe auch für Allergiker besonders gut verträglich.